Imelda und die blaue Feder

Manchmal sind es die unscheinbaren Dinge, die uns innehalten lassen – eine Feder, die im Gras schimmert, ein Lichtstrahl, der Erinnerungen weckt, oder ein leises Flüstern, das uns in eine andere Zeit trägt.

Zwischen Traum und Wirklichkeit, zwischen Kindheit und Gegenwart liegt ein Ort, an dem Magie nicht laut ruft, sondern sacht zu uns spricht. Dorthin entführt uns „Imelda und die blaue Feder“ – ein Buch, das eher entdeckt als gelesen werden möchte.

Inhalt

Als Imelda unverhofft im Garten eines verlassenen Hauses eine tiefblau glänzende Feder findet, hat sie keine Ahnung, welches Geheimnis sich dahinter verbirgt. Denn von da an findet sie dort immer wieder Fundsachen wie zufällig hingelegt, kleine Schätze wie Schneckenhäuser, eine bunte Glasscherbe, eine blaue Schleife… Eine spannende Suche nach der Herkunft der blauen Feder beginnt.
Imelda weiht ihren Freund Wight in ihr Geheimnis ein. Zusammen beschließen sie herauszufinden, woher die kleinen Fundstücke kommen. Dabei beobachten sie, wie in der Abenddämmerung ein Lichtschein durch die Fensterscheiben des verlassenen Hauses flackert. In der Mitte erfährt die Geschichte eine unverhoffte Wendung.

Autor

Béatrice Bader  arbeitet an der Schnittstelle von Kunst und Sprache. Ihre Werke sind wie Fenster in verborgene Welten, geprägt von einer feinen Sensibilität für das Flüchtige und das Bleibende. Ob in Bildern oder Worten – sie sucht das, was hinter den Dingen liegt, das Unsichtbare, das wir fühlen, bevor wir es verstehen.

Als Autorin erzählt sie Geschichten, die den Alltag mit Poesie durchdringen, und als Künstlerin verwandelt sie Gedanken in Formen und Farben. Ihre Werke sind ein Dialog zwischen dem Innen und dem Aussen, der Stille und dem Klang. Béatrice Bader lädt ein, innezuhalten – und für einen Moment die Welt neu zu sehen.

Fazit

Béatrice Bader hat mit „Imelda und die blaue Feder“ ein poetisches Kleinod geschaffen, das man mit allen Sinnen erleben kann. Ihre Erzählung über Freundschaft, Erinnerung und die geheimnisvollen Fäden, die Vergangenheit und Gegenwart verbinden, berührt sanft – und bleibt dennoch nachklingend im Herzen.

Besonders kunstvoll ist die ungewöhnliche Buchgestaltung, die zwei Perspektiven vereint und sich am Ende wie Flügel zu einem Ganzen fügt. Dazu kommen Illustrationen, die so fein und schwebend wirken wie die titelgebende Feder selbst.

Dieses Buch ist keine gewöhnliche Geschichte – es ist eine Einladung, das Staunen wiederzufinden, über die kleinen Wunder des Lebens nachzudenken und sich von leisen Tönen berühren zu lassen.

Wer Bücher liebt, die mehr fühlen als erzählen, sollte sich dieses blaue Juwel unbedingt ins Regal holen.

1 Kommentar zu „Imelda und die blaue Feder“

  1. hey liebe Melanie Mohr,
    1000 Dank für diese einfühlsame Besprechung meiner Erzählung „ Imelda und die blaue Feder“. Als ich sie gelesen habe, war ich zu Tränen gerührt. Es ist für mich ein Geschenk, mit diesem Buch so tief berühren zu können.

    Herzlich, Béatrice🫶🏻

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